Die Europäische Weltraumorganisation druckt erstmals Metall im All

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat in der letzten Woche einen bedeutenden Meilenstein erreicht, indem sie als erste Organisation Metall im All mittels 3D-Druck herstellte. Dieser Erfolg, der von einem Konsortium unter der Leitung von Airbus vorangetrieben wurde, markiert einen entscheidenden Moment in der Herstellung von Bauteilen im All und den Bemühungen um nachhaltige Raumfahrt und wird voraussichtlich die Notwendigkeit von Reparaturen und Hardwarekomponenten auf der Erde überflüssig machen.

Die Bemühungen der ESA, eine Kreislaufwirtschaft im Weltraum zu etablieren, erhielten einen mächtigen Schub, als der von Airbus entwickelte Metall-3D-Drucker erfolgreich seine erste geschmolzene “S-Kurve” im Forschungsmodul Columbus der ESA ablegte. Durch die Kombination eines Hochleistungslasers mit rostfreiem Stahldraht demonstrierte der Drucker seine Fähigkeit, komplexe Metallstrukturen in einer Mikrogravitationsumgebung herzustellen.

Sicherheitsmaßnahmen waren während des Druckprozesses äußerst wichtig, wobei der Drucker in einer vollständig abgedichteten Box arbeitete, um das Entweichen von überschüssiger Hitze oder Gasen zu verhindern. Ein Team von ESA-, Airbus- und französischen Raumfahrtagentur CNES-Forschern überwachte den Vorgang ferngesteuert.

Das erfolgreiche Ergebnis des ersten Drucktests wurde mit Begeisterung und Optimismus aufgenommen. “Wir sind sehr glücklich, den ersten Metall-3D-Druck an Bord der ISS durchgeführt zu haben. Die Qualität ist so gut, wie wir es uns erträumt haben“, kommentierte Sébastien Girault, leitender Systemingenieur des Projekts bei Airbus.

Die ESA plant, die Fähigkeiten des Metall-3D-Druckers weiter zu testen, indem sie vier spezifische Formen erstellt, die mit Referenzdrucken verglichen werden, die in normaler Schwerkraft auf der Erde hergestellt wurden. Diese vergleichende Analyse wird wertvolle Erkenntnisse über die Auswirkungen der Mikrogravitation auf den Metall-3D-Druck liefern und zukünftige Entwicklungen in der Weltraumfertigungstechnologie beeinflussen. “Zwei dieser gedruckten Teile werden im Materials and Electrical Components Laboratory am ESTEC in den Niederlanden analysiert, um uns dabei zu helfen, zu verstehen, ob lang anhaltende Mikrogravitation einen Einfluss auf den Druck von metallischen Materialien hat. Die anderen beiden werden zum European Astronaut Centre und zur Technischen Universität Dänemark, DTU, geschickt“, erklärte Advenit Makaya, Materialingenieur der ESA.

Über seine unmittelbaren Anwendungen hinaus birgt der Erfolg der ESA vielversprechende Perspektiven für die Zukunft der Raumfahrt und Nachhaltigkeit. Durch die Herstellung komplexer metallischer Strukturen wie Satellitenkomponenten und Habitatmodule im Weltraum eröffnet die Technologie wahrscheinlich neue Möglichkeiten für ehrgeizigere Missionen zum Mond, Mars und darüber hinaus. Um mehr über diesen Meilenstein zu erfahren, klicken Sie hier.

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FAQ:

1. Was hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) erreicht?
Die ESA hat als erste Organisation Metall im All mittels 3D-Druck hergestellt.

2. Wer hat das Projekt vorangetrieben?
Ein Konsortium unter der Leitung von Airbus hat das Projekt vorangetrieben.

3. Was markiert dieser Erfolg?
Dieser Erfolg markiert einen entscheidenden Moment in der Herstellung von Bauteilen im All und den Bemühungen um nachhaltige Raumfahrt.

4. Wie funktioniert der Metall-3D-Drucker?
Der Metall-3D-Drucker kombiniert einen Hochleistungslaser mit rostfreiem Stahldraht, um komplexe Metallstrukturen in einer Mikrogravitationsumgebung herzustellen.

5. Welche Vorsichtsmaßnahmen wurden während des Druckprozesses getroffen?
Der Drucker arbeitete in einer vollständig abgedichteten Box, um das Entweichen von überschüssiger Hitze oder Gasen zu verhindern.

6. Wer hat den Vorgang ferngesteuert überwacht?
Ein Team von ESA-, Airbus- und französischen Raumfahrtagentur CNES-Forschern überwachte den Vorgang ferngesteuert.

7. Wie wurde das erfolgreiche Ergebnis des ersten Drucktests kommentiert?
Sébastien Girault, leitender Systemingenieur des Projekts bei Airbus, kommentierte: “Wir sind sehr glücklich, den ersten Metall-3D-Druck an Bord der ISS durchgeführt zu haben. Die Qualität ist so gut, wie wir es uns erträumt haben.”

8. Was sind die weiteren Pläne der ESA?
Die ESA plant, die Fähigkeiten des Metall-3D-Druckers weiter zu testen, indem sie vier spezifische Formen erstellt und diese mit Referenzdrucken vergleicht, die in normaler Schwerkraft auf der Erde hergestellt wurden.

9. Welche Einrichtungen werden an der vergleichenden Analyse beteiligt?
Zwei der gedruckten Teile werden im Materials and Electrical Components Laboratory am ESTEC in den Niederlanden analysiert, und die anderen beiden werden zum European Astronaut Centre und zur Technischen Universität Dänemark, DTU, geschickt.

10. Welche Perspektiven eröffnet der Erfolg der ESA?
Der Erfolg der ESA eröffnet vielversprechende Perspektiven für die Zukunft der Raumfahrt und Nachhaltigkeit, da die Technologie neue Möglichkeiten für ehrgeizigere Missionen zum Mond, Mars und darüber hinaus ermöglicht.

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